Plane mit Fahrzeit, nicht mit einem Kilometerwert
Die Batterie des VARG EX hat 7,2 kWh und 420 V. Stark nennt bis zu 6 Stunden Fahrzeit. Das ist ein Maximalwert und kein Versprechen für jede Runde oder jeden Fahrer.
Tiefer Sand, Schlamm und häufige harte Beschleunigung fordern mehr Energie als flüssiges Fahren auf festem Untergrund. Auch Leistungsmodus, Fahrergewicht und Temperatur verändern den Verbrauch. Eine pauschale Kilometerangabe würde diese Unterschiede ausblenden.
Für deine Planung ist eine bekannte Runde deshalb hilfreicher als ein fremder Reichweitenwert. Beobachte dort den Verbrauch unter deinen üblichen Bedingungen. Nach einigen Einsätzen weißt du, welche Reserve du für dein Tempo und dein Gelände einplanen musst.
Laden braucht einen trockenen Platz
Stark nennt etwa 2 Stunden Ladezeit an 220 V. Bei Bajamoto gehört das 3,3-kW-Standladegerät zum VARG EX. Vor dem Anschließen müssen Motorrad, Anschluss und Ladegerät trocken sein.
Lade an einem trockenen, belüfteten Ort und decke das Ladegerät nicht ab. Der Ladevorgang darf nicht unbeaufsichtigt bleiben. Unter 4 °C darf nicht geladen werden. Dasselbe gilt bei einer beschädigten Batterie oder einem beschädigten Kabel.
Nach Abschluss des Ladevorgangs trennst du das System sowohl vom Motorrad als auch von der Steckdose. Diese Reihenfolge macht aus dem Laden einen klaren Ablauf statt einer beiläufigen Handlung zwischen zwei Fahrten.
So gehst du mit längeren Pausen um
Für eine längere Standzeit empfiehlt Stark einen Ladestand von 30–50 %. Der Abstellort muss trocken und frostfrei sein. Zulässig sind 0–30 °C, ideal sind etwa 10 °C.
Kontrolliere den Ladestand alle zwei Wochen. Fällt er unter 30 %, lädst du wieder auf 50 %. Damit bleibt die Lagerung planbar, auch wenn das Motorrad mehrere Wochen nicht bewegt wird.
Wähle den Lagerplatz daher nicht erst am Tag des Abstellens. Entscheidend ist, dass Temperatur, Trockenheit und die regelmäßige Kontrolle während der gesamten Pause eingehalten werden können.
Die praktikable Energieroutine
Vor einer Fahrt zählt dein eigener Verbrauchswert auf vergleichbarem Untergrund. Nach der Fahrt zählt ein sicherer, trockener Ladeplatz. Vor einer längeren Pause zählen Ladestand, Temperatur und feste Kontrolltermine.
So musst du dich weder auf eine theoretische Reichweitenzahl verlassen noch die Batterie ständig voll halten. Du planst mit den offiziellen Grenzen und mit den Daten, die dein tatsächlicher Einsatz liefert.
STARK

